Donnerstag, 23. September 2010

Der Eugeniker Volkmar Weiss gibt Sigmar Gabriel Recht

Das wird Thilo Sarrazin nicht passen: Ausgerechnet Volkmar Weiss, ein Eugeniker von ganz rechts, gibt Sigmar Gabriel Recht. Natürlich gehe es bei Sarrazins "Deutschland schafft sich ab" um Eugenik. Schließlich sei Sarrazin überhaupt erst durch Weiss zu diesen "komplexen" eugenischen Gedankengängen in der Lage gewesen:

Ist Menschenzucht geltendes Recht?

Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel warf dem Ex-Bundesbankvorstandsmitglied Thilo Sarrazin eine "Anleitung zur Menschenzucht" vor und führte dafür dessen Forderung ins Feld, Kindergeld abzuschaffen und stattdessen Akademikerinnen mit gehobener Herkunft 50.000 Euro für eine Geburt zu zahlen.
Bettina Röhl wies nun in einem Artikel darauf hin, dass dies doch längst geltendes Recht sei und meinte damit die Elterngeldregelung:

Dienstag, 21. September 2010

Sarrazins vererbter Schwachsinn

Das Magazin "Der Stern" hat herausgefunden, dass die achte Auflage von Thilo Sarrazins "Deutschland schafft sich ab" gegenüber der vierten geschönt wurde. Es ist dort jetzt nicht mehr die Rede von einem hohen Anteil "angeborenen Schwachsinns" bei Migranten aus dem Nahen Osten. Außer dem für seine Faschismus-Utopien bekannten Volkmar Weiss kenne ich niemanden, der diese veralterte und diskriminierende Formulierung "angeborener Schwachsinn" noch benutzt. Wenn Sarrazin solche Passagen unhinterfragt vom Rechtsaußen Weiss publik macht, dann stellt sich die Frage, welche faschistischen Utopien er eigentlich verfolgt. Der Schuss vom Bertelsmann-Verlag jedenfalls ging nach hinten los. Wollte er eher klammheimlich diese unschöne Passage glätten, so ist das Ding jetzt erst Recht bekannt geworden. Ob weitere Veränderungen vorliegen, ist noch nicht bekannt.

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Montag, 6. September 2010

Definieren Sie Rassismus, Herr Dohnanyi

Klaus von Dohnanyi - gehobener Herkunft wie Thilo Sarrazin, den er verteidigt - spricht von "Soziale Rassen", die bestimmte gemeinsame Eigenschaften hätten. Dazu gehöre ein bestimmter Intelligenzquotient und eine bestimmte Fruchtbarkeitsquote. Man dürfe nicht "gedankenfeige" sein und solle sich nicht scheuen Worte wie "Rasse" zu benutzen und darüber nachzudenken. Natürlich nicht in einer "rassistischen" Weise. Definieren Sie Rassismus, Herr Dohnanyi.

Freitag, 3. September 2010

Sarrazin: ein Eugeniker? - Eine Pressesammlung

Im Folgenden dokumentiere ich eine Presseliste mit kurzen Auszügen und Links, die sich mit Thilos Sarrazins Eugeniktheorie befassen. Ich beginne mit der Diskussion seit dem Lettre-Interview. Bereits dort wurden die eugenischen Grundzüge deutlich, wurden aber selten benannt. Seit der Diskussion um Sarrazins Bestseller "Deutschland schafft sich ab" wurde einer größeren Gruppe von Journalisten und Journalistinnen die Rassenhygiene-Theorie in Sarrazins Thesen deutlich, bzw. sie berichten nun offener darüber. So gegensätzliche Journalist_innen wie Frank Schirrmacher (FAZ) und Ulrike Herrmann (taz) unterstellen Sarrazin, dass er bewusst Begriffe wie Eugenik und Entartung vermeide, sich aber sehr wohl darüber bewusst sei, dass er sie meine.
 
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