Samstag, 5. Dezember 2009

Homophobie und Antisemitismus nehmen zu

Deutsche Zustände
Gestern wurden während der Pressekonferenz in Berlin die neuen Ergebnisse der Langzeitstudie zur Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit vorgestellt. Diese Studie ist auf zehn Jahre angelegt, jedes Jahr werden zweitausend Menschen Sätze vorgelegt, denen sie zustimmen oder die sie ablehnen können. Es werden mit dieser Studie gruppenbezogene Vorurteile untersucht. Die Forschergruppen aus Bielefeld und Marburg verfolgen die These, dass diese einzelnen Vorurteile als ein "Syndrom der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit" aufgefasst werden können, das heißt, dass diejenigen, die ausländerfeindlich sind, meistens auch zu Sexismus und Behindertenfeindlichkeit neigen. Die Ergebnisse werden in der Suhrkamp-Reihe "Deutsche Zustände" zusammengefasst, wobei der gestern vorgestellte achte Band die Wirtschaftskrise und deren Folgen für die Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in den Fokus nimmt.
 
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