Freitag, 13. März 2009

Deklassierung und Amoklauf

Die intelligenteren Beiträge zum jüngsten Amoklauf stellen die Anerkennungsfrage in der kapitalistischen Konkurrenzgesellschaft (Freerk Huisken) bzw. in der Marktgesellschaft (Wilhelm Heitmeyer) in den Mittelpunkt. Aber reicht es zur Erklärung des Amoklaufes aus, auf einen Anerkennungsmangel zu verweisen?

Looser
Natürlich ist dieser Ansatz richtiger als der Hinweis auf Computerspiele. Der Verweis darauf, dass wir vom Kapitalismus zum Konkurrenzdenken gezwungen werden und dass die Marktwirtschaft inzwischen zu einer Marktgesellschaft mutiert ist, in der Menschen immer stärker ihre Mitmenschen nach ökonomischen Verwertungsmerkmalen bewerten, ist sehr wichtig. Ich hatte wenige Tage vor dem Amoklauf von Winnenden ein interessantes Gespräch mit einer Frau, die nach ihrem Studium jahrelang HartzIV bekam und entsprechend sensibilisiert seit kurzem an einer Schule arbeitet.
 
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